Die XL2 Geschäftsführung im Gespräch

Am 23. April 2021 feierte unser junges Startup seinen ersten Geburtstag. Seit der Gründung ist viel passiert und XL2 hat sich erfolgreich entwickelt. Ein guter Anlass, um mit unseren Geschäftsführerin Marie-Fleur Revel und Felix Spitznagel über das erste Jahr von XL2 zu sprechen und einen Ausblick aufs zweite zu wagen.



XL2 ist jetzt ein Jahr alt. Wie habt ihr rückblickend den Start erlebt?

Felix Spitznagel: Ein neues Unternehmen zu gründen und aufzubauen ist eine besondere Aufgabe, auf die ich mich unheimlich gefreut habe. Nur hatte ich natürlich nicht mit Corona gerechnet. Wir haben uns aber nicht aufhalten lassen und die Gründung noch während des ersten „Lockdowns“ vollzogen. Es folgte eine turbulente Zeit mit zahlreichen Unwägbarkeiten, denn viele Behörden waren damals noch nicht auf eine Arbeit unter Pandemiebedingungen eingestellt. Bei XL2 haben wir das jedoch sehr gut hinbekommen. Als IT-Beratung für die Digitale Transformation sind wir es gewohnt, remote und in virtuellen Teams zu arbeiten. Glücklicherweise hat auch unser Kunde Audi sehr schnell reagiert und die Zusammenarbeit über moderne Cloud Services funktioniert seit dem Start hervorragend.

Marie-Fleur Revel: Wir sind beeindruckt, dass der Teamzusammenhalt und die Identifikation unseres Teams mit XL2, trotz der pandemiebedingten Umstände, seit Beginn derart hoch ist. Unsere Mitarbeiter*innen zeigen ein bemerkenswertes Maß an Eigeninitiative, die Firma mitzugestalten und am Wachstum mitzuwirken. Wir haben die Organisation entsprechend ausgerichtet und die Vernetzung intern und mit den Kunden gefördert. So gibt es regelmäßig inhaltliche Austauschrunden, Meetings mit dem gesamten Team oder virtuelle Kaffeepausen in kleinerer Runde. Auch für die Teamevents haben wir uns virtuelle Lösungen, beispielsweise ein Gaming-Event, einfallen lassen. So gut das alles geklappt hat, freuen wir uns natürlich trotzdem schon sehr darauf, unser erstes nicht-virtuelles Teamevent mit allen Mitarbeiter*innen auf unserer schicken Terrasse im Heilbronner Office ausrichten zu können.


XL2 sucht Mitarbeiter*innen mit gefragten Qualifikationen. Wie hat sich die Belegschaft und das Recruiting entwickelt?

Marie-Fleur Revel: Wir sind mit einer Handvoll Mitarbeiter*innen gestartet und verfolgen einen ambitionierten Wachstumspfad. Dafür suchen wir junge Talente und erfahrene Expert*innen für die Bereiche S/4 HANA Transformation, Cloud Development und Analytics. Diese Talente sind natürlich überall begehrt, und so freuen wir uns, dass wir als frische Brand mit spannenden Projekten und Freiraum für die Mitarbeiter*innen punkten können. Um den Nachwuchs zu fördern, bieten wir Studierenden auch Praktika und Abschlussarbeiten zum Master und Bachelor bei XL2 an. Wir sind zuversichtlich, dass unser Team bis Jahresende 2021 auf bis zu 50 Personen anwachsen kann. Als Mitgestalter der Digitalisierung haben wir auch unseren Recruiting-Prozess bestmöglich digitalisiert. So können wir schnell agieren und Bewerber*innen zum Beispiel zügig eine Rückmeldung geben.


Vor kurzem hat Audi den Start der Automitive Initiative 2025 (kurz: AI25) bekannt gegeben, an der neben XL2 auch SAP, AWS, Capgemini sowie Fraunhofer IAO und die TU München beteiligt sind. Was hat es damit auf sich?

Felix Spitznagel: Die AI25 ist ein wirklich spannendes Projekt und als interdisziplinäres Kompetenznetzwerk zwischen Wissenschaft, Forschung, IT-Unternehmen und Automobilbau konzipiert. Ziel ist es, die digitale Fabriktransformation und -innovation voranzutreiben. Neben unseren „Konzernmüttern“ Audi und Capgemini sind die Technische Universität München und das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO mit an Bord, die beide auch am Bildungscampus Heilbronn ansässig sind. Als Technologiepartner kommen Amazon Web Services (AWS) und SAP hinzu. Der Audi-Standort Neckarsulm ist für die AI25 dabei Pilot-Werk und Reallabor zugleich. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen dort anwendbare digitale Lösungen für die Fabrik der Zukunft entstehen, die beispielsweise auf Künstliche Intelligenz und intuitive Mensch-Maschine-Interaktionen zurückgreifen. Wir freuen uns sehr, mit so namhaften Partnern in der AI25 zusammenzuarbeiten. Die digitale Transformation der Automobilindustrie durch innovative, agile und maßgeschneiderte Leistungen mitzugestalten sehen wir als unsere Kernkompetenz.


Spielt die Vernetzung darüber hinaus an den Standorten von XL2 eine Rolle?

Marie-Fleur Revel: Natürlich möchten wir zum wirtschaftlichen Erfolg der jeweiligen Region beitragen. Der Bildungscampus Heilbronn mit seinem Ökosystem aus Bildung, Forschung und Wirtschaft bietet dafür exzellente Möglichkeiten. Einige unserer Mitarbeiter*innen dozieren sogar an den Hochschulen vor Ort. Weitere Kooperationen mit der Technischen Hochschule Ingolstadt und der Technischen Hochschule Deggendorf laufen gerade an. Wir profitieren von dem Austausch genauso wie die Hochschulen und es ist immer wieder spannend, die akademische Sicht und die Realität in den Projekten übereinanderzulegen.


Welche Projekte und Aufträge konnte XL2 im ersten Jahr umsetzen?

Felix Spitznagel: Trotz der erschwerenden äußeren Rahmenbedingungen, haben wir unsere ersten Projekte mit Audi erfolgreich abgeschlossen. Wir sind hier in allen Bereichen auf Kurs. Für die Logistik steht in Kürze der Go-live eines SAP S/4 HANA Logistik-Templates für die neue Batteriefertigung in Ingolstadt an. XL2 hat daran mitgearbeitet und beispielsweise das Materialfluss-System für das Batterielager konzipiert und entwickelt. In einem anderen Projekt haben wir eine cloudbasierte Applikation auf der AWS-Basis entwickelt, über die Fahrwerks- und Scheinwerfereinstellungen zentral überprüft werden können. Die Anwendung ist momentan in der Testphase. Sie wird künftig über die Digital Production Platform (DPP) verfügbar sein, dem Herzstück der Industrial Cloud zur Vernetzung und Logistik der Produktionsstandorte des gesamten VW-Konzerns. Und im Bereich Analytics entwickeln wir gemeinsam mit Audi neue Reporting-Lösungen und intuitive Cockpits. Weitere Transformationsprojekte stehen in den Startlöchern, die Pipeline ist gut gefüllt.


Wie lautet euer Fazit und euer Ausblick für zweite Jahr von XL2?

Marie-Fleur Revel: Es gibt allen Grund, zuversichtlich in das zweite Jahr von XL2 zu blicken. Wir freuen uns, die ersten Anwendungen live bei Audi im Einsatz zu sehen und somit echten Mehrwert für unsere Kunden zu liefern. Das Recruiting läuft gut und alle helfen, die vielen neuen Mitarbeiter*innen in die laufenden Projekte einzuarbeiten. Unser starkes Wachstum bringt sicher auch kommendes Jahr einige Herausforderungen mit sich, aber mit der konstruktiven Energie des gesamten Teams bekommen wir das hin.

Felix Spitznagel: Unser junges und dynamisches Unternehmen, die Startup Kultur und die herausfordernden Transformationsprojekte, scheinen für Bewerber- und Mitarbeiter*innen attraktiv zu sein. XL2 gewinnt zunehmend an Profil – auch gegenüber unseren Kunden und Partnern. Die AI25 und weitere Kooperationen sind Anerkennung und Voraussetzung zugleich, um weiter zu wachsen und als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Und mit zunehmender Größe werden wir noch mehr Verantwortung übernehmen können. Wir freuen uns darauf, unsere Kompetenzen unter Beweis zu stellen und Audi und den VW Konzern tatkräftig zu unterstützen. Um XL2 wird es sicher auch im zweiten Jahr nicht langweilig werden.

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